So steht es in der Handy-Nachricht. Ich hatte mit einer Freundin meinen Besuch bei ihr vereinbart und sie informierte mich, wo sie den Schlüssel hinterlegt hatte damit ich spätabends in ihre Wohnung konnte, um ebendort im Gästezimmer zu nächtigen. Die Signal-Nachricht endet mit: „Pass auf deine Schuhe auf!“
Ich schließe die Tür auf und stelle verwundert fest, dass im Eingangsbereich nirgends Schuhe stehen. Das hatte ich anders in Erinnerung. Etwas unschlüssig, mit meinen ausgezogenen Schuhen in der Hand, gehe ich ein paar Schritte weiter, in den großen Vorraum. Auf zwei Kommoden und am Fensterbrett sind diverse Paar Schuhe abgestellt. Ich platziere meine schmunzelnd dazu und gehe schlafen.
Am nächsten Morgen auf dem Weg zum Badezimmer begegne ich mitten im Vorraum einem Hausschuh. Einem. Angeknabbert. „Wilma!“ schallt ein zurechtweisender Ruf aus dem Wohnzimmer. „Wilma, wo ist mein Schlapfen?“ Und schon saust ein kleines hellbraunes, wuscheliges Knäuel um die Ecke. Verblüfft und erschrocken mich zu sehen, versucht der Welpe zu bremsen nur um am Parkett vor meine Füße zu rutschen. Begleitet von ein paar verängstigten Wuff-Geräusche legt Wilma eine 180° Wende hin und weg ist sie wieder. Mein Auflachen holt meine Freundin in den Vorraum, ein Fuß mit, einer ohne Schuh. Wilma hält sich hinter ihr versteckt. Ich zeige auf den Hausschuh „Ich versteh! Danke für die Warnung.“ „Ja das sind ihre Lernschuhe, damit üben wir, dass sie keine Schuhe zerbeißen darf. Gell Wilma? – Wilma!, nein!“ Wilma fetzt mit dem Hausschuh im Maul ins Wohnzimmer. „Well, sie ist noch ein Baby, das wird schon werden, inzwischen gilt: Pass auf deine Schuhe auf! Übrigens, hi, schön dich zu sehen!“

Gr.DANKESCHÖN ü/ so einen lieben, humorvollen Blog.
Danke an Wilma, dass sie dich zum lächeln brachte und dir wieder die Bereitschaft gab, wieder Erzählungen
oder Erlebnisse nieder zu schreiben.